Netzhaut Laser

Laserbehandlung der Netzhaut

Eine Laserbehandlung der Netzhaut (Laserkoagulation, Photokoagulation) kann bei unterschiedlichen Augenkrankheiten erforderlich sein. Durch gebündeltes Licht werden gezielt kleinste Netzhautbereiche vernarbt, um das Fortschreiten bestimmter Erkrankungen zu verhindern.

Eine Netzhautlaserbehandlung ist bei folgenden Erkrankungen angezeigt:

Laseroperationen bei Netzhautlöchern

Die Laserenergie wird von den unter der Netzhaut gelegenen Pigmentepithelzellen absorbiert. Die dadurch entstehende lokale Entzündungsreaktion führt zu einer lokalen Narbenbildung der angrenzenden Netzhautschichten. Bei Netzhautlöchern, dünnen Netzhautstellen in kurzsichtigen symptomatischen Augen (Blitze), bei Rissbildungen der Netzhaut durch Glaskörperveränderungen oder nach Unfällen besteht das Risiko einer Netzhautablösung. Die beschriebenen Netzhautdefekte werden mit Laserherden umstellt. Dies führt innerhalb von zwei Wochen zur Ausbildung einer stabilen Narbe um die Defekte herum, so dass eine Netzhautablösungen wirksam vermieden werden kann.

Laseroperationen bei Gefäßverschlüssen und Diabetes mellitus

Der Verschluss der zentralen Netzhautvene oder eines Venenastes durch eine Thrombose, aber auch eine jahrelang schlecht eingestellte Zuckererkrankung führen zu einem massiven Sauerstoffmangel in der Netzhaut. Die unterversorgte Netzhaut produziert Signalstoffe, die eine Gefäßwucherung im Auge, sowie eine Schwellung der Netzhautmitte (Makula) hervorrufen. Ein erhöhter Augeninnendruck und eine Netzhautablösung sind Folgekomplikationen. Durch die Laserbehandlung der peripheren Netzhaut wird die Sauerstoffversorgung der Netzhaut verbessert.